SPD kann Demokratie

Veröffentlicht am 22.01.2018 in Presse

Entscheidung in Bonn

21. Januar 2018: SPD-Parteitag zum Thema GroKo - Ja oder Nein.

Es war eine leidenschaftliche Diskussion, die auf unserem Parteitag in Bonn geführt wurde. Es wurde hart gestritten, hart in der Sache, mit guten Argumenten auf beiden Seiten und immer im gegenseitigen Respekt. Ein eindrucksvolles Beispiel für gelebte – und lebhafte – Demokratie.

Der Kommentar:

"In Bonn passiert gerade mehr als „nur“ die Abstimmung über die Regierungsbeteiligung. Eine Blitzanalyse von NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann.

Bonn

Was passiert da in Bonn auf dem SPD-Parteitag? Es passiert da eine Menge Gutes, sage ich. Ich gehe gar nicht auf das Thema ein. Zumal der Tagesordnungspunkt schnell beschrieben ist. Soll die SPD in eine Große Koalition mit der CDU gehen oder nicht? Aber: Es wird endlich einmal wieder öffentlich für politische und gesellschaftliche Themen gestritten. Diese stundenlange Aussprache ist alles andere als langweiliges Politgeplapper. Diese mehrstündige Aussprache macht Lust auf Politik, sie macht Lust auf Demokratie. Diese öffentliche Aussprache hilft auch einem politikfernen Menschen, sich ein Bild vom Zustand der SPD zu machen. Schulz‘ fast schon emotionslose Rede, die das Plenum mit einem so laschen Applaus honoriert hat, als handele es sich um die Wiederwahl eines stellvertretenen Schriftführers. Die emotionsstarken Reden, vor allem aus der Juso-Ecke, die deutlich machen, wie die neue Generation für politische Ziele brennt. Flüchtlinge, Obergrenze, Bildung, ärztliche Versorgung auf dem Land, die Zukunft der Pflegesituation, der Zustand Europas ... in Bonn werden gerade die Reden gehalten, die mir als Wähler helfen, ein Meinungsbild zu bekommen. Mehr davon. Mehr öffentliches Streiten für eine Sache. Mehr Transparenz und mehr Ehrlichkeit. Mir tut es nicht weh, dass sich eine Partei an einem Thema aufreibt. Mir imponiert es, dass eine Partei mehrere Meinungen zulässt und für Meinungen kämpft.Jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, liegt das Ergebnis für oder gegen eine Große Koalition noch mindestens zwei Stunden in der Zukunft. Das Ergebnis ist aber auch für diesen Kommentar egal. Ja, die SPD ist zerrissen. Sie lässt mich daran aber teilhaben. Das ist ehrlich. Oder wie es schon Willy Brandt gesagt hat: „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Zumindest heute hat die SPD den Satz umformuliert. „Wir haben mehr Demokratie gewagt.“"

 
 

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